Verlagerung des Rechenzentrums für einen führenden europäischen Markenhersteller

  • Die Aufgabe

    Unser Kunde ist einer der bekannten und führenden europäischen Anbieter von Haushaltsprodukten. Das Unternehmen beschäftigt 1.200 Mitarbeiter betreibt eine zentrale Logistik außerhalb des Produktionsstandortes.

    Als Aktiengesellschaft muss das Unternehmen hohe Anforderungen an die Datensicherheit erfüllen. Nach einer externen Analyse eines Beratungsunternehmens sollte die IT besser gegen Risiken wie Feuer, Hochwasser, Einbruch und Vandalismus abgesichert werden. Bei einem Teil- oder Totalausfall der eigenen, lokalen IT-Infrastruktur müssen die wesentlichen Geschäftsprozesse fortsetzbar, weitere Anwendungen nach vertretbarer Wiederanlaufzeit verfügbar sein. Die avarexx AG wurde damit beauftragt, in einem sehr engem Zeitrahmen ein Konzept für die Verlagerung des Rechenzentrums zu entwickeln, die Ausschreibung für technische Dienstleister durchzuführen, das Projekt zu leiten und die Qualitätssicherung zu übernehmen.

  • Die Lösung

    Das Unternehmen behält am zentralen Standort seine IT-Infrastruktur, deren Leistungsfähigkeit ausgebaut wurde. In einem externen Rechenzentrum wurde eine spiegelbildliche Infrastruktur aufgebaut. Die Hardware eines Drittanbieters an beiden Standorten kommuniziert miteinander. Mit Hilfe einer komprimierten, asynchronen und blockweisen Replizierung kann der Kunde nun seine Daten trotz geringerer Bandbreiten in einem externen Rechenzentrum vorhalten.

    Für diese Lösung nahm avarexx zunächst die Infrastruktur auf, erarbeitete dann einen Lösungsweg und recherchierte geeignete Generalunternehmer für alle Schritte – von der Migration über die Lieferung und Inbetriebnahme der Hardware bis zum Betrieb des Rechenzentrums. Die Anforderungen wurden in einem Whitepaper zusammengefasst, die Anbieter nach Konzeptpräsentation und einer autonomen Bewertung skaliert.

    Die avarexx AG leitete das Projekt und verantwortete die Qualitätssicherung.

    Zur Inbetriebnahme wurden beide Systeme vollständig gespiegelt und dann in einem Wartungsfenster getrennt. Seit diesem Zeitpunkt kommunizieren die beiden Rechenzentren über einen VPN-Tunnel. Veränderte Informationen werden komprimiert und über eine Puffertechnologie mit dem externen Rechenzentrum ausgetauscht.

    Trotz des engen Zeitrahmens konnte die geplante Projektdauer unterschritten werden.

  • Das Ergebnis

    Heute ist der Kunde für den Katastrophen-Fall gerüstet: Fällt die Hardware am Kundenstandort aus, so übernimmt das Rechenzentrum den Betrieb über eine spezielle Technologie und die wesentlichen Geschäftsprozesse laufen weiter. Es ist möglich, dass die Mitarbeiter über ihre privaten Internetzugänge im Homeoffice weiterarbeiten. Innerhalb eines definierten Zeitrahmens könnten die Mitarbeiter ihre Applikationen aus dem Rechenzentrum starten.

    Die asynchrone Replizierung vermeidet ein undefiniertes Datendelta. Wäre die Datenleitung zwischen Firmenzentrale und Rechenzentrum gestört, würde das entstehende Delta bei Wiederverfügbarkeit automatisch abgeglichen. Als erwünschter Nebeneffekt verringert diese Technologie den Speicherplatz durch die Deduplizierung, so dass vorhandene Ressourcen besser genutzt werden. Da die Hardware in der Zentrale bleibt, bleibt die Leistung/Arbeitsgeschwindigkeit hoch, was bei anderen Sicherheitskonzepten oft nicht der Fall ist.

    Diese Lösung hält künftigen externen Risikobewertungen stand und wird – insbesondere im Bereich Rechenzentrum – höchsten Anforderungen gerecht. Regelmäßige Tests und Simulationen sind möglich.